liebeslieschen


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[lesenwertes denken] Unterhaltung als Droge

[lesenswertes denken] löst meine einstige Reihe Top 5 der Woche ab. Interessant. Horizonterweiternd. Philosophierend. Ich werde nicht versuchen, die Links thematisch zu strukturieren, denn das würde nur ein weiterhallendes Schubladendenken erzeugen.

  1. Über das „Betriebssystem der allgemeinen Banalität“ spricht Christian Schüle in seinem Artikel auf Deutschlandradio Kultur. Der Bürger lasse sich intellektuell entmündigen. Das höchste Gut? Spaß und Unterhaltung. Das ist doch ganz komfortabel, oder?
  2. Komfortabel geht es in Thomas Nagels (amerikanischer Philosoph) neuem Buch „Geist und Kosmos“ nicht zu. Er stürzt die gegebenen wissenschaftlichen Erkenntnisse und Meilensteine in den Abgrund und lehnt sich gegen den „der Triumpf einer Ideologie über den Wirklichkeitssinn“ auf. Eine wirkliche Alternative seinerseits fehlt. Trotzdem lesenswert.
  3. Die Gegenwartskunst ist konform sowie konservativ und entzieht sich jeder Verantwortung der Provokation und des Zukunftsdenkens, so zumindest Tina Klopp auf ZEITonline. Und auch hier findet sich die Erhebung der Unterhaltung zum höchsten Gut wieder.
  4. Bleiben wir doch bei der goldenen Unterhaltung. In China findet ein deutsches Filmfestival statt, doch eingeladen werden nur die Braven, nicht etwa kritische Filme wie „Die Blechtrommel“ oder „Das Leben der Anderen“. Und trotzdem kennt fast jeder chinesischer Filmkreativer „Die Blechtrommel“.

Welche Artikel könnt ihr mir empfehlen?


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{uni 31} Top 5 der Woche. IV

1. Shauna fragt sich im Relevant Magazine, wie sich unser virtuelles Leben auf unser reales Leben auswirkt. „Everyone’s life looks better on social media. And that’s the problem.“ Eigentlich nichts neues, trotzdem lesenswert.

2. „Kinder müssen lernen, lernen, lernen.“ (Frau Mahlzahn) Dass Kinder nicht durch Überforderung oder autoritäre Repression lernen hat schon Jim Knopf kapiert. Salman Ansari greift nun die Frühförderung an und spricht im Interview mit ZEITonline über sein Buch „Rettet die Neugier“.

3. Ahmad Mansour spricht auf ZEITonline wie er als Jugendlicher zum Fundamentalismus verführt wurde – eine erschreckende Geschichte.

4. Die gesamte eigene Bibliothek in der Handtasche zu haben, klingt erstmal unmöglich, aber dem E-Book sei dank auch kein Problem mehr. Wie es sich anfühlt, die Bücher unter die Giullotine zu legen, berichtet Malte Herwig im Deutschlandfunk.

5. Wie es ihr als Freiberuflerin ergeht, erzählt die Businesspussy in ihrem aktuellen Post „Businesspussy lässt sich ausfragen“. Ihr gröstes Erfolgsgeheimnis? Sie hält sich selbst für die Größte!

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