liebeslieschen


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[lesenwertes denken] Unterhaltung als Droge

[lesenswertes denken] löst meine einstige Reihe Top 5 der Woche ab. Interessant. Horizonterweiternd. Philosophierend. Ich werde nicht versuchen, die Links thematisch zu strukturieren, denn das würde nur ein weiterhallendes Schubladendenken erzeugen.

  1. Über das „Betriebssystem der allgemeinen Banalität“ spricht Christian Schüle in seinem Artikel auf Deutschlandradio Kultur. Der Bürger lasse sich intellektuell entmündigen. Das höchste Gut? Spaß und Unterhaltung. Das ist doch ganz komfortabel, oder?
  2. Komfortabel geht es in Thomas Nagels (amerikanischer Philosoph) neuem Buch „Geist und Kosmos“ nicht zu. Er stürzt die gegebenen wissenschaftlichen Erkenntnisse und Meilensteine in den Abgrund und lehnt sich gegen den „der Triumpf einer Ideologie über den Wirklichkeitssinn“ auf. Eine wirkliche Alternative seinerseits fehlt. Trotzdem lesenswert.
  3. Die Gegenwartskunst ist konform sowie konservativ und entzieht sich jeder Verantwortung der Provokation und des Zukunftsdenkens, so zumindest Tina Klopp auf ZEITonline. Und auch hier findet sich die Erhebung der Unterhaltung zum höchsten Gut wieder.
  4. Bleiben wir doch bei der goldenen Unterhaltung. In China findet ein deutsches Filmfestival statt, doch eingeladen werden nur die Braven, nicht etwa kritische Filme wie „Die Blechtrommel“ oder „Das Leben der Anderen“. Und trotzdem kennt fast jeder chinesischer Filmkreativer „Die Blechtrommel“.

Welche Artikel könnt ihr mir empfehlen?


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{uni 23} Top 5 der Woche. III

Es ist eine Weile vergangen, aber endlich geht es weiter mit meinen persönlichen Top 5 der Woche:

  1. Sozialwissenschaftler der Universität Cambridge haben eine Studie zum Zusammenhang von Facebook-Likes und den religiösen, sexuellen, geschlechtlichen, usw. Zugehörigkeiten durchgeführt. Ebenso würden die Likes einen Hinweis auf die Intelligenz der Nutzer geben. Dass ein Zusammenhang besteht, sei nur natürlich, da „Vorlieben und Persönlichkeitsmerkmale“ zusammenhingen. Ein gefundes Fressen für die Werbeindustrie. Das ist allerdings nichts wirklich Neues.
  2. Skaten für ein schöneres Leben. Skatistan. In Afghanistan erlernen Kinder das Skaten und auch in Deutschland gibt es dieses Projekt.
  3. Es klingt irgendwie absurd, aber unsere Sprache ist schon die Voraussetzung für unser Sparverhalten. Einen sehr interessanten Blickwinkel darauf gibt Keith Chen im ZEIT-Interview.
  4. Juliana hatte eine tolle Idee: Eine Art Blogger-Poesie-Album. Es wird von Blogger zu Blogger geschickt. Seid ihr auch mit dabei?
  5. Ich kenn das nur aus Filmen. Der Morgen danach und eine sexy Frau in einem unwiderstehlichen Männerhemd.