liebeslieschen


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Erste Gedanken und erste Schritte als junge Regisseurin

von priselotta

Wie ihr vielleicht wisst, studiere ich u.a. Theaterwissenschaft und bin auch sonst ziemlich oft am Theater: als Zuschauerin, als FSJlerin, als Regieassistentin und nun bald als Regisseurin. Es ist seltsam das zu schreiben, aber ich denke, es ist gut, das zu schreiben. Darauf steuere ich immerhin seit einigen Jahren hin und irgendwann muss ich doch mal anfangen, mich dazu zu bekennen. Ich werde es schaffen. Es ist viel Arbeit, aber es wird mir riesig viel Spaß machen.

Zu meinem Glück haben wir in der Uni ein Experimentiertheater (kurz Ex) – eine sogenannte Black Box. Ein Raum mit ebener Bühne und flexibler Zuschauertribühne. Und genau dort mache ich mein erstes Stück. Genau genommen ist es mein zweites Stück, denn mein erstes war eine Schattentheateraufführung für Kinder. Sagen wir also, mein erstes Schauspiel für Erwachsene. Dafür habe ich mir Heillos von Sheila Callaghan ausgesucht. Es geht um zwei Mädchen auf der Uni, die zusammen wohnen, sich am Anfang nur in die Haare kriegen, sich mit der Zeit aber immer mehr anfreunden. Kurz es geht im Freundschaft, Verlust und Liebe in einer modernen Welt, wo gerne mal aneinander vorbeigeredet wird.

Was kommt nun auf mich zu? Zunächst einmal muss ich ein Konzept über meine Vorgehensweise erarbeiten, die ich dem zuständigen Dozenten vorstelle. Dann erst bekomme ich das okay, im Ex ein Stück aufzuführen und erst dann gibt es auch Geld. Dann müssen die Rechte besorgt, Schauspieler und Assistenten (Studenten) gecastet, Probenpläne und eine erste Strichfassung erstellt werden. Dann folgen die Proben. Kostüme und Requisiten müssen besorgt werden. Das Bühnenbild muss erarbeitet und evtl. gebaut werden, Lichtstimmungen müssen ausprobiert werden, Musik und Ton muss gut überlegt sein und zu guter Letzt muss Werbung gemacht werden. Natürlich werde ich euch über jeden meiner Schritte auf dem Laufenden halten.

Dazwischen sind viele Stunden des Lachens, Weinens, des Sich-Stressens und des Sich-Freuens. Und am Ende scheint nur der Applaus zu bleiben, aber auch der vergeht. Theater ist für den Augenblick. Theater existiert nur für den Moment und im nächsten ist es nur eine Erinnerung.