liebeslieschen

{uni 17} Prüfungsangst. Hausmittelchen.

17 Kommentare

Damit es nicht wie ein Kartenhaus zusammenfällt.

Damit ihr nicht wie ein Kartenhaus zusammenfallt. (Foto Brüssel, 2011)

Ich bin keine Expertin auf dem Gebiet der Prüfungsangst, aber eine Meisterin darin, mir selbst Angst einzureden. Deshalb möchte ich euch ein paar Tipps mit auf den Weg geben, die mir helfen, mündliche Prüfungen zu überstehen.

Vorbereitung & Zeit
Zunächst einmal ist gute Vorbereitung das A und O. Selbst wenn der Umfang des Lernstoffs eher gering ausfällt, solltet ihr euch mehrere Tage (oder Wochen) zum Verstehen Zeit geben. Denn ich merke, dass ich ein bis zwei Nächte drüber schlafen muss, um den Gegenstand zu erfassen und gegebenenfalls von einem anderen Blickwinkel betrachten zu können. Bei Fächern wie bei mir z.B. Philosophie hilft es auch, nochmal mit jemandem über das Thema zu diskutieren. Außerdem kann man mehr Pausen einlegen, wenn man mehr Zeit hat. Zur Vorbereitung zähle ich hier auch Lernkarten, Gedankenstützen, Eselsbrücken, etc. Weiteres zu Lerntechniken kann ich hier nicht anführen (s.u.). Bevor der Inhalt nicht klar ist, können wir nicht zum nächsten Punkt über gehen.

Verständnis durch Austausch
Sowie bei mündlichen Prüfungen als auch bei Referaten ist es ratsam, den Inhalt Mitbewohnern, Freunden und Verwandten vorzutragen. Dann hat man zum einen die Gelegenheit, die erst geistig und dann schriftlich erfassten Gedanken in mündliche umzuwandeln und sieht dann vielleicht erst, ob die Argumentation schlüssig ist. Vor allem weiß man, dass man es verstanden hat, wenn man es jemand anderem einwandfrei erklären kann.

Angst überwinden
Der erste Schritt, die Angst zu überwinden, ist, die Prüfung anzunehmen und wahrzunehmen. Okay, ihr werdet sagen, man habe doch meist keine Wahl. Doch die hat man. Man geht entweder zur Prüfung hin oder man drückt sich vor ihr. Hingehen ist definitiv die effektiviere Variante, die Angst zu besiegen. ;-)

Kopfsache
Tatsächlich spielt sich alles nur im Kopf ab. Bei Prüfungsangst steigert man sich in die Angst hinein und plötzlich gibt es nichts anderes mehr als das. Ich versuche mich dann, dazu zu zwingen, mich auf meine Außenwelt zu konzentrieren. Ich versuche, keinen Gedanken an mich zu verschwenden, sondern meine Wahrnehmung komplett auf die Umwelt zu konzentrieren. Was sagt der Mann da? Welche Farbe hat ihr T-Shirt? Wie viele Männer mit Bärten sind im Raum. Das ist Übungssache. Und auch ist klar, dass man niemals eine komplette Trennung zwischen Innen- und Außenwelt schaffen kann, aber es mildert die Verbissenheit in die Angst.

Böse Dämonen verbannen
Meistens hat man ein gewisses Bild von sich in der Prüfung. Meistens ist das die völlige Katastrophe. Ich würde mir dann dieses „Vorstellungsbild“ genau aufschreiben und dem ein „Realitätsbild“ gegenüberstellen. Was wird denn funktionieren? Wie würde ich mich gerne sehen? Auch das würde ich ganz genau aufschreiben. Es gilt nun ähnlich wie bei Punkt 4 die Gedanken zu steuern. Es geht weg vom katastrophalen Vorstellungbild hin zum Realitätsbild. Wenn man es schafft, löst das Realitätsbild das andere vollständig ab.

Aussprechen
Dann sage ich mir selbst: „Ich habe keine Angst.“. Es erfordert hohe Konzentration und Disziplin, die Punkte 4 und 5 durchzuhalten, aber wenn es funktioniert, kann man seine Aufmerksam zurück zum Wesentlichen lenken: dem Inhalt.

Durchatmen
Kurz vor der Prüfung gehe ich manchmal noch kurz an die frische Luft und strecke mich.

Währenddessen
Die Konzentration sollte nun vollständig beim Inhalt sein. Außerdem ist es nicht schlecht, dem Prüfer genau zuzuhören, wenn er Fragen stellt. Hier gilt auch, die Aufmerksam weg von den negativen Gedanken zu lenken.

Optimistisch in die Zukunft
Es hat alles geklappt! Prüfung bestanden. Kurzer Hänger bei einer Frage, kein Problem. Niemand ist perfekt. Wichtig ist, dass man sich dieses Gefühl in Erinnerung behält, sodass man immer sagen kann: „Ich kann es doch schaffen. Ich habe keine Angst.“

Mein Leitspruch
Ziele einhalten, aber ohne übergroßen Perfektionismus!

Wichtig ist, dass man sich schnell Hilfe holt, falls man es alleine gar nicht in den Griff bekommt (z.B. haben viele Unis eine psychologische Beratungsstelle).

Zum Schluss möchte ich euch noch die Lerntechniken von Tea & Twigs-Bloggerin Jasmin wärmstens ans Herz legen.

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Autor: priselotta

24 Jahre, Studentin (Theater- und Medienwissenschaft und Philosophie), verrückt nach Theater, Filmen, Serien, Büchern,...

17 Kommentare zu “{uni 17} Prüfungsangst. Hausmittelchen.

  1. Das kommt ja direkt richtig! :D Nächste Woche Donnerstag darf ich auch mündlich ran!

  2. Oh die Tipps kommen wie gerufen, ich hab ja auch bald Prüfungen. :)

  3. @liebesliesschen und Laura: Das ist super! Ich bin gespannt, ob euch die Tipps helfen. Ihr könnt ja über eure Erfahrungen berichten! ;-)

  4. ich hatte zum glück nie prüfungsangst im eigentlichen sinne, was mir mein leben in der ausbildung schon sehr erleichtert hat. ich wusste da meist eher mehr als weniger. ich habe das problem der panik nur in anderen situationen. bei präsentationen zum beispiel. bei sportwettkämpfen. das war dafür immer sehr frustrierend – aber da gehen einfach die nerven mit mir durch. heute noch.

  5. ich kenne das von mir selbst zu gut. ich bin auch so jemand der sich gerne angst einredet und im gedankenkarusell verstrickt… umso länger man über solche dinge nachdenkt, umso schlimmer werden sie ja meistens für einen… das ist echt grässlich.
    mittlerweile habe ich das ganze aber auch viel besser im griff und bin nicht mehr ein absolutes nervenbündel, wenn es um wichtige sachen geht…

    also der schnee auf den wimpern war allem anschein nach eher weniger das problem für sie. eher der an den lippen. da hat sie schon mal was verschluckt, was wohl ziemlich grässlich war. ^^

  6. Zum Glück habe ich nie unter Prüfungsangst gelitten, bin nun aber doch froh die Uni erstmal hinter mir zu haben!
    Danke für deinen netten Kommentar!
    -Kati

  7. Ich stress mich auch immer ziemlich leicht. Ich habe nämlich die ungute Mischung aus Perfektionismus und Faulheit in mir. Resultat ist meisterliches Prokrastinieren – ich wills richtig und gut machen, schiebe es vor mich her und es scheint noch unlösbarer. Hach ja! Ich muss das unbedingt in den Griff kriegen >.< Langfristiger lernen und so.

    Das richtige Markern usw und "meine" Lernmethoden finden muss ich auch noch üben.

  8. @paleica: Präsentationen zählen bei mir zu mündl. Prüfungen. ;-) Was hattest du denn für Sportwettkämpfe? Vielleicht helfen dir meine Tipps auch dafür.

    @namimosa: Ja, es ist ein gute Gefühl, wenn man es nach und nach in den Griff bekommt oder? Diese Momente muss man feiern! ;-)

    @Kati: Danke für deinen Kommentar, aber ich glaube, ich wars nicht, die dir geschrieben hat, sondern meine Co-Bloggerin Dani. ;-)

    @nussundpoint: Du sprichst mir aus der Seele! Gerade heute habe ich mich wieder erfolgreich vor einem Referat gedrückt. (Okay, 3 h habe ich schon investiert^^) Vielleicht sollten wir mal eine Challenge dazu machen. Langfristig lernen, disziplinieren… ;-) Und zum Markern ist es viellecht gut, eher weniger zu markern als zu viel. Lieber einen Absatz beim zweimal lesen und und erst beim zweiten Mal markieren, aber meistens hat man ja nicht die Zeit, einen Text zweimal zu lesen ;-)

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  10. ich war ein jahr im handballverein und 2 im volleyballverein und bei den turnieren haben mir meine nerven immer einen strich durch die rechnung gemaht. aber da ich schon lang in keinem verein mehr spiele ist es auch nicht mehr so tragisch ;)

    • Vielleicht solltest du es wieder in einem Verein versuchen. Ich dachte immer, es wird besser, solange man sich seiner Angst stellt und trotzdem positive Erfahrungen erlangt. Aber man kanns auch auf sich beruhen lassen ;-)

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