liebeslieschen

{uni 5} Man hängt in der Luft.

10 Kommentare

Campen im Park? Feldbetten im Hörsaal? Schlafsack im Möbelgeschäft? Viel besser: Couchsurfing! Am 30. September fuhr ich mit dem Zug in meine neue Heimatstadt. Heimatstadt? Okay, Studier-Stadt. Oder so ähnlich. Jedenfalls ist der Wohnungsmarkt eine Katastrophe. Ganz deutlich wird das, wenn man sich in der Mensa das schwarze Brett ansieht: Die Wohnungsgesuche quillen über, die Wohnungsangebote tröpfeln so dahin.

In meiner Heimatstadt werden tatsächlich Feldbetten irgendwo in der Uni aufgestellt. Hier ist das leider nicht so, weshalb ich mich selbst um einen Schlafplatz kümmern musste. Wieso also nicht einfach Couchsurfen? Gleich meine erste Adresse war ein absoluter Glücksgriff! Zwei volle Woche, ein tolles Bett, ein eigenes Zimmer und zwei wunderbare Mitbewohner-auf-Zeit. Das beste an Couchsurfing ist natürlich, dass man in einer fremden Stadt sofort Anschluss findet. Da gehts in die Disco, zum Filmabend oder in eine Wohnheimbar. Wunderbar. Und auch meine anderen Hosts haben mich gehütet und gepflegt.

Trotzdem zerrt es an den Nerven, wenn man aus dem Koffer leben muss und kein richtiges Zuhause hat. Hinzu kommen um die 17 Wohnungsbesichtigungen, die mal nett, mal seltsam, mal einfach nur sinnlos waren, die immer mehr frustrieren. Einmal stand ich mit 20 anderen Leuten in einem engen Flur – klasse.

Das das hat jetzt erst einmal ein Ende. Ich hangel mich von Zwischenmiete zu Zwischenmiete. Bei der Wohnungssuche heißt es, Durchhaltevermögen zu zeigen. Was bleibt einem auch anderes übrig? Die Uni kommt schließlich nicht zu mir.

Die Ironie dabei? In den ganzen vier Wochen, in denen ich mich mit Couchsurfing durchgewurschtelt habe, war immer zufälligerweise ein Bett für mich frei. Jetzt, da ich in meiner Übergangslösung bin, schlafe ich auf einer riesigen Couch.

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Autor: priselotta

24 Jahre, Studentin (Theater- und Medienwissenschaft und Philosophie), verrückt nach Theater, Filmen, Serien, Büchern,...

10 Kommentare zu “{uni 5} Man hängt in der Luft.

  1. Ist das echt sooo schlimm? Ich hab ja eher den Wohnungsmarkt vom Ruhrgebiet vor Augen. Da ist es nicht so schlimm, wenn man „eine Stadt weiter“ wohnt, in 10 Minuten ist man mit der S-Bahn dann auch da..
    Also genießt du nun die Zwischenmiete? Mach mal ein Foto von deinem herrlichen Domizil. Aber das wird schon mit der Wohnung! Oder WG?

    • Es ist grauenvoll. Es ist sehr schwer etwas zu finden. Und klar gibt es Vororte, klar sind da Städte in der Umgebung und Busse und Bahnen gibts auch, aber ich habe jetzt lange genug in einem Kaff gewohnt, ich will mir auch mal den „Luxus“ gönnen, in der Innenstadt zu wohnen bzw. so zu wohnen, dass ich mit dem Fahrrad zur Uni fahren kann. ;-)

  2. Klingt alles nicht so prickelnd. Ist zwar schön, wenn man direkt Anschluss hat in der neuen Stadt, aber man möchte dann ja auch mal ein „eigenes zu Hause“ haben.
    Wenn ich mir das so durchlese, hatte ich es auch sehr leicht mit der Wohnungssuche. Nun bin ich aber auch nicht in eine schöne, beliebte Studentenstadt gezogen. Darf man fragen, wohin es dich verschlagen hat?
    Ach, und noch viel Erfolg für die weitere Suche!

    • Ja, am Ende war ich echt fertig mit den Nerven.^^ Aber jetzt habe ich eine Wohnung für ein paar Wochen.
      Hier ist es sehr schwer mit der wohnungssuche. Ich studiere nämlich in Erlangen. Man denkt, das ist so ein unscheinbares, kleines Städtchen, aber etwa 35.000 von etwas über 100.000 Einwohnern sind Studenten und für die fehlen erschwingliche WG-geeignete Mietwohnungen. Immerhin sind sie dabei, ein neues Studentenwohnheim zu bauen.
      Ich studiere übrigens Theater- und Medienwissenschaft und Philosophie.

  3. Danke Liebes, hoffe Du hattest einen guten Start in die Woche :*

  4. ich hoffe du findest bald was! aus koffern leben mochte ich schon früher auf kursfahrten nicht haha

    • Stimmt, Kofferleben gibts auf Kursfahrten, Freizeiten, Zeltlagern… Aber zum Glück habe ich schon seit fast zwei Wochen eine Wohnung! (Der Beitrag hier war nur ein Nachtrag ;-))

  5. das mit dem couchsurfing hört sich ja irgendwie witzig an. mich würde es auf die dauer auch total stören immer nur aus dem koffer zu leben, aber es ist sicherlich witzig, wenn man gleich anschluss findet und dann auch noch das glück hat, dass man auf so nette mitbewohner trifft.
    das mit der zwischenmiete hört sich jetzt echt doof an.. ich hoffe du hast nun schnell glück mit der wohnungssuche, aber ich kenne so einige leute die damit echt probleme hatten. in manchen städten ist die lage echt schlimm.

    • Eigentlich ist in fast allen Studetenstädten die Lage schlimm. Ich habe dazu in der aktuellen ZEITCampus einen Artikel gelesen. Da heißt es, dass Tausende von Mietwohnungen in allen großen dt. Städten fehlen. Das Problem ist, dass die Wohnungsbaugesellschaften bei der Nachricht, dass die Bevölkerung schrumpfen wird, kaum noch Miethäuser gebaut hat. Blöd ist nur, dass die Menschen immer mehr alleine in einer Wohnung leben bzw. gerade jetzt die starken Jahrgänge an die Unis strömen… naja. Es passt schon irgendwie.^^ Danke =)

  6. ich bin wirklich froh, dass ich mir keine wohnung suchen muss. ich höre auch immer nur von allen seiten wie schlecht die lage da gerade ist und wie schwer es ist, etwas passendes und bezahlbares zu finden. das ist ja meistens das nächste problem. weil es so viele potentielle mieter gibt, können die vermieter die preise auch ganz schön in die höhe treiben. irgendwer findet sich schon dafür…

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